P6141017.JPG

Lebensräume

Durch den Aufbau verschiedener Lebensräume fördern wir die Vielfalt von Pflanzen und Tieren auf der Betriebsfläche. Lerne die Lebensräume auf unserem Land kennen!

DSC_0561.JPG
Weiher und Wasserflächen
 

In den letzten Jahren sind 6 neue Weiher und Wasserflächen entstanden. Gepflanzt haben wir im und ums Wasser 70 verschiedene, einheimische Wasserpflanzen. Die Tiere sind beinahe sofort gekommen, bis jetzt vor allem Arten wie der Grasfrosch, die Erdkröte und der Bergmolch. 

Teichmuscheln, Edelkrebse und einige Fischarten haben ein neues zu Hause erhalten. Sogar den Fischreiher konnten wir schon auf der Badschwaendialp willkommen heissen!

Von den Wasserflächen profitieren sekundär viele andere Tierarten wie der Rotschwanzmilan, der Fuchs und die Fledermäuse.

Teiche stabilisieren den Wasserhaushalt der Umgebung und speichern Wasser, das ist vor allem in den zunehmend heissen Sommern sehr wertvoll. Im Winter geben sie Wärme ab und ermöglichen wärmeliebenden Pflanzenarten wie z. B. der Eiche ein Überleben auf der Badschwaendialp.

DSC_0136.JPG
Hecken 
 

Hecken sind ein unglaublich wichtiges Element in unserer Landschaft. Sie bieten unzähligen Tieren - von Insekten über Vögel bis zu Säugetieren - ganzjährig Schutz und Nahrung. Auch wir können uns ganzjährig bedienen. Holunder, Wildbeeren, Aronja, Hagebutten und viel Gesundes mehr steht uns zur Verfügung!

Unsere steilen Hänge werden durch die Heckenpflanzen mit ihren verschiedenen Wurzelballen stabilisiert. Bei Starkregen bremsen die Wurzeln den Wasserfluss und schützen vor Erdrutschen. Auch sind die Hecken Windbrecher und Schattenspender in einem.

Irgendwann werden sie auch als natürliche Zäune die Kühe in den Weiden halten....

DSC_0635.JPG
Hostet- Wiesen
 

In den letzten 10 Jahren haben wir 170 verschiedene Hochstamm- Obstbäume gepflanzt. Sie wachsen langsam aber stetig....Wir fördern damit die alten und robusten Hochstamm- Obstsorten. So haben auch viele unbekannte Sorten wie der Prinzenapfel oder die Lederreinette einen schönen Platz bekommen. 

Auch dieses Biodiversitäts-Element befestigt den Boden, stabilisiert den Wasserhaushalt und lässt Lebensraum für unzählige Arten entstehen. Eine Zunahme der Singvögel und Fledermäuse können wir bereits feststellen.

An den meisten Hostet- Plätzen mähen wir die Wiesen einmal jährlich unter den Bäumen. Das gibt Winterfutter für die Kühe und fördert die Pflanzenvielfalt der Wiesen.

DSC_0150.JPG
Magerwiesen
 

Die meisten Weiden und Wiesen, sowohl auf der Alp als auch auf dem Betrieb, werden bei uns nicht mehr gedüngt. Der Mist der Kühe wird kompostiert und nur auf wenig Heufläche ausgebracht. Den Rest kriegt der Garten!

Die Wiesen und Weiden werden deshalb jedes Jahr bunter, mit mehr Blumen und Kräutern. Durch eine manuelle Regulation invasiver Pflanzen (z. B. Adlerfarn mähen, Blacken stechen) können wir die Vielfalt der Weiden und Wiesen erhalten. Das Heuland wird einmal jährlich gemäht, so können die Blumen und Kräuter auf jeden Fall versamen.

Es ist uns wichtig, dass wir auch überall hohes Gras und Blütenstände über den Winter stehen lassen. Auch dieses Element ermöglicht es vielen Insekten und ihren Fress- Feinden zu überwintern und sich hier wieder anzusiedeln.

PA251235.JPG
Wegränder

Um die steilen Hänge bewirtschaften zu können, braucht es Wege. An den neuen Wegrändern entsteht für einige Jahre ein eigener Lebensraum. Er wird durch viele Käfer und Wildbienenarten bevölkert. So konnten wir zum Beispiel die Blutbiene neu willkommen heissen!

 
DSC03470.JPG
Wald und Waldränder

Der Wald ist bei uns Nutz- und Schutzwald. Er nimmt deshalb eine sehr wichtige Rolle auf dem Betrieb ein. Für den Eigenverbrauch rüsten wir Holz. Wir heizen mit einer Holzspaltenheizung und gewinnen über diese auch das heisse Wasser.

Der Wald wird gepflegt und teilweise auch mit passenden neuen Baumarten bestückt.

Die Waldränder haben wir grösstenteils ausgelichtet und teilweise neue Waldrandpflanzen gesetzt.  Am Waldrand wachsen wiederum andere Pflanzengemeinschaften als auf den Wiesen. Diese können wir so fördern. Natürlich sind auch alle Waldränder ausgezäunt, damit der Waldrand seine wichtige Biodiversitätsrolle einnehmen kann. Viele Säugetiere und Vögel sind auf gestufte Übergänge von Wald- zu Nutzland angewiesen.  

DSC03437.JPG
kleine Lebensräume

Steinhaufen, Asthaufen, Wildbienennistmöglichkeiten, Vogelhäuschen, Fledermauskästen, tote Bäume, Holzbeigen....viele solche kleine Biodiversitätselemente befinden sich auf unserem Land. Jedes ermöglicht einer Art sich anzusiedeln, zu vermehren, zu verstecken oder wohlzufühlen. Sie alle leisten einen kleinen Beitrag zur grossen Biodiversität der Badschwändialp.