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Biodiversitäts-Geschichten 1

ein Teich entsteht...
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Im ersten Sommer (2014) legten wir die eingewachsenen Entwässerungsgräben auf der Lieschmatt frei. Fast 200 m Entwässerungsrohre wurden neu eingelegt. Die Weide, welche wir so trocken legten, können wir heute als Mähweide nutzen.

In einem nächsten Schritt, im folgenden Sommer, trugen wir den spärlich vorhandenen Humus ab und lagerten ihn zum späteren Überdecken der Böschung.

Erst dann fingen wir an den Teich zu graben. Da der Untergrund aus sehr dichtem Lehm besteht, mussten wir keine Folie einbauen und konnten dem Teich die gewünschte geschwungene Form geben.

Wir achteten darauf, verschieden tiefe Wasserbereiche zu gestalten, um möglichst vielen Tieren einen Laichplatz, Lebensraum und Versteckmöglichkeiten zu bieten.

Die Zuleitung des Wassers geschieht über die Entwässerung der Wiese und über eine kleine Quelle. Den Ablauf bauten wir am tiefsten Punkt ein (ca.4m tief), damit wir die Möglichkeit haben, den Teich bei Bedarf auch ganz zu entleeren.

Schicht um Schicht bauten wir mit dem Aushub einen Damm und verdichteten ihn,  indem wir immer wieder mit dem Bagger darüberfuhren.

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Letztendlich bauten wir den Steg und liessen Wasser einlaufen. Das erste Bad war natürlich ganz besonders schön!

Im dritten Jahr setzten wir rund 50 verschiedene Pflanzenarten um oder im Teich an. Auch einige Fische und Teichmuscheln durften wir einquartieren, an einem Ort der schon kurz nach seiner Entstehung ohne unser Zutun voller Leben war und durch Frosch, Fledermaus und viele andere Lebewesen besiedelt wurde.

Heutiger Blick in Richtung Steg.......

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